BrandOpfer zur Ehre ihres Gottes

in memoriam Cathares de Montségur 16.03.2014

Guillaume1244

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Am Fuße der Katharerburg Montsegur bestiegen am 16. März 1244 zweihundertfünfundzwanzig Männer, Frauen und Kinder der Katharerkirche den riesigen Scheiterhaufen der vom päpstlichen Kreuzfahrerheer errichtet wurde. Ihr Verbrechen: Sie glaubten, dass Christus das Fundament ihrer Kirche war und nicht der Papst. Heute erinnert hier ein Gedenkstein an ihren Feuertod.

Die Katharer

Reiner Klein

Bilder von Orten in Occitanien, in denen einst Katharer lebten, arbeiteten und ihrer Spirtualität nachgingen. Erste Bilderserie von mehreren die noch folgen und im Laufe von 13 Jahren Recherche zum Buch „Die Mysterien der Katharer“ entstanden sind. Viel Freude beim Betrachten der Bilder.
Unsere Website: http://www.die-katharer.de für weitere Infos.

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Katharer aktuell:

Wer sich heute, im Zeitalter der griffigen Schlagzeilen und medialen Oberflächlichkeiten ein Bild von der Lehre und dem Wirken der Katharer machen möchte, hat es schwer zur Wahrheit durchzudringen. Unzähliges ist in den vergangenen Jahrhunderten aus den unterschiedlichsten Richtungen über die Katharer gesagt und geschrieben worden und vieles ist dabei in Ihr Erscheinen in der Geschichte und in ihre Arbeit hineingeheimnist worden. Katharer so manche Auffassung waren Eingeweihte, die ein verborgenes Wissen über die Natur, die Geschöpfe und die höheren Welten besaßen, die über das kosmische Bewusstsein verfügten, eine geheimnisvolle Magie ausübten und sich mit noch geheimnisvolleren Symbolen umgaben.

Seit etwa 1849, von Frankreich aus halb Europa überflutend, sind Berge von Büchern zu diesem Thema erschienen. Viele waren darauf berechnet, den geheimnissuchenden Leser zu unterhalten und seine Neugier zu befriedigen. Die Mehrzahl von ihnen war nicht besonders lehrreich, sie haben  auch nicht vermocht, viel Licht auf das komplexe Gebiet des Katharismus zu werfen. – Viele Autoren befassen sich sozusagen nur mit dem Leuchter. Die darin befindliche Kerze können sie nicht sehen, auch nicht ihr Licht, denn die Kerze stellt die Seele dar und ihr Licht ist der Geist.

Dieses Licht, dem sich nur der Eingeweihte nähern kann, war immer der verborgene Quell aus dem die Weisen aller Zeiten schöpften. Das Licht scheint in die Finsternis die es weder begreifen, noch erklären kann. Es ist zugleich die Essenz des Erkenntnisweges, den die Katharer des 11. bis 14. Jahrhunderts beschritten, bevor sie mitsamt ihren urchristlichen Idealen von der römischen Papstkirche ausgelöscht wurden. Ihr aus verborgenen Quellen empfangenes Wissen um die einander durchdringenden zwei Naturordnungen – die göttliche und die irdische – ist jedoch lebendig geblieben und heute so aktuell wie je zuvor.

Es ist also an der Zeit, das überwuchernde Gestrüpp der Legenden und Erzählungen im fast undurchdringlichen Dschungel fantastischer Behauptungen zu roden. Es ist wirklich an der Zeit, die Katharer selbst zu Wort kommen zu lassen, sie aus den Massengräbern der Kirchengeschichte zu befreien und ihnen endlich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Ein wirklich grundlegend anderes Buch über die Katharer ist jetzt im Buchhandel. Titel: „Die Mysterien der Katharer“. Autor: Reiner Klein. ISBN-978-3-934291-51-5  Preis: 19,80 €. 2. Auflage. Etwa Ende März 2016 erscheint das Buch in 3. Auflage. Restexemplare der 2. Auflage direkt beim Verlag: verlag-zeitenwende.de

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Die Religion der Katharer

Es ist historisch unstrittig, dass bei der katharischen Liturgie des Consolamentum die ersten siebzehn Verse des Johannes-Evangeliums verlesen wurden.

Es ist gerade der Anfang dieses Evangeliums, der der katholischen Kirche die polemische Munition lieferte, um das vermeintlich Absurde des katharischen Glaubens anprangern zu können.

Es gibt zwei Lesarten des 3. Verses im ersten Kapitel, je nachdem, welcher Übersetzung man den Vorzug gibt. Die eine lautet: „Alle Dinge sind durch dasselbe (das WORT) gemacht und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“, die andere: „von ihm (Gott) wurde alles gemacht, und ohne ihn wurde nichts gemacht.“

Es wird mit diesem Satz, so die katholischen Bibelexperten, klar ausgesagt, dass Gott alles gemacht hat, also die sichtbare Materie und das Unsichtbare, denn sagt dieser Satz nicht eindeutig, das ohne Gottes Wort nichts erschaffen wurde? Eine klare Absage nach Ansicht der päpstlichen Schriftgelehrten an den Dualismus, an die Theologie der zwei Prinzipien der Ketzergläubigen.

Aber, so der Einwand der Katharer, es sei undenkbar, dass ein einziges Wesen sowohl das unverdorbene Reich, in dem es keinen Raum für das Böse gibt, als auch die vergängliche Welt, in der sich das Böse manifestiert, erschaffen konnte. Es muss also zwei verschiedene und gegensätzliche Schöpfungsprinzipien geben. Als weiteres Argument führten sie das Matthäus-Evangelium an: ‚Ein schlechter Baum trägt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter keine guten.’

Den guten Gott suchten sie in dieser Welt des Elends und Übels vergebens, so waren sie der Überzeugung, dass diese Welt einem minderrangigen Prinzip entstammt: von Jehova, dem ‚Gott’ der Juden.

Sie benutzten des Weiteren das bei Aristoteles entlehnte Argument der reinen, formalen Logik, um ihren Standpunkt zu untermauern: ‚Die Prinzipien der Gegensätze sind Gegensätze. Das Böse und das Gute sind Gegensätze. Sie sind also gegensätzliche Prinzipien.’

Ein drittes Argument ergibt sich ihrer Ansicht nach aus dem zitierten 3. Vers des 1. Kapitels des Johannesevangeliums selbst. ‚Per ipsum omnia facta sunt, et sine ipso nihil factum est.’ – Die Katharer übersetzten: ‚Ohne ihn wurde das Nichts gemacht.’ – Das bedeutet natürlich, die sichtbare Welt, eine Interpretation, die immer noch viel Polemik hervorruft, nämlich die Frage, ob das lateinische ‚nihil’ ein Adverb der Negation auch ein Substantiv sein kann. Nein behaupten die katholischen Gelehrten. Doch, entgegneten die Katharer, die dafür aus dem Neuen Testament viel Beispiele anführten, z.B. den Satz des Paulus: ‚Ohne die Liebe bin ich Nichts’, das heißt, wenn ich nicht die Liebe zum Nächsten, diesem Teilchen göttlicher Weisheit, in mir habe, bin ich nichts als ein nichtiger Körper aus Fleisch und Blut, der nur dieser Welt angehört und folglich Nichts ist. – Für die amtskirchlichen Exoteriker war Paulus’ Satz nur eine simple, moralische Übung, mehr nicht.

Diese Weltschöpfung ist nach katharischer Lehre also kein Hervorbringen einer Sache aus Nichts, wie man gewöhnlich das Nichts versteht. Die Materie ist das, was als Nichts bezeichnet wurde. Wenn es also heißt: der Gott dieser Welt oder Demiurg schöpfe oder mache etwas aus Nichts, so bedeutet das, er schöpfe oder mache etwas aus Materie.

Einen ähnlichen Stellenwert wie das Johannes-Evangelium hatten auch die Paulus-Briefe, einige Psalmen des Alten Testamentes und einige der alten Propheten. Als Ganzes lehnten die Katharer jedoch das Alte Testament zum einen als jüdisches Geschichtsbuch und der darin enthaltenen Manifestation des jüdischen Rassegottes Jahwe (Jehova) strikt ab, und zum anderen, weil dem Alten Testament die Basis der urschriftlichen Dokumente fehlen. Sie lehnten ab, das Alte Testament als ‚Wort Gottes’ anzuerkennen oder ihm gar den Charakter einer ‚Heiligen Schrift’ anzuerkennen. Die Ablehnung des Alten Testamentes zog jedoch immer schon die unnachsichtige Verfolgung der römischen Staatskirche nach sich; noch im Jahre 1907 wurde jede Bibelkritik päpstlicherseits mit der Exkommunikation bedroht.

(wird fortgesetzt)

TextAuszug :

Die Inquisition und ihre Henker

„Jesus wurde dreimal gekreuzigt: einmal von den Juden, dann von seinen Biographen und schließlich von den Christen selbst. Er hatte nie bösartigere Feinde als die letzteren.“                                      (Multatuli)

Die Inquisition der römisch-katholischen Kirche gibt es noch immer. Eine wirklich gute Nachricht in diesem Zusammenhang gibt es nicht. Dass sie sich umbenannt hat, dass sie sich ein moderat klingendes Namensmäntelchen umgehängt hat, ist das Einzige, was sich prinzipiell geändert hat. Denn diese Geheimwaffe zur Unterdrückung und/oder Ausrottung all derer, die das luftabschnürende Glaubenskorsett der römischen Kirche ablehnten – diese grausame Waffe zur Liquidation aller Nichtangepassten, lebt nach wie vor.

(c)Copyright aller Fotos/Texte: by Reiner Klein 2000 – 2016

den ganzen Artikel von Reiner Klein lesen :
http://www.die-katharer.de/
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„7-Tage-Tour ins Land der Katharer 2016“

Die Katharertour 2016 findet während der Pfingstferien 2016, also zwischen dem 18. Mai – 24. Mai 2016 statt.  Eine weitere Tour ist für Anfang September geplant. Nähere Infos: le.cathare(a)teleos-web.de

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MolochArt

Geschichte der „heiligen“ Kriege der Christenheit
http://www.kreuzzuege-info.de/index.htm

„Christus befiehlt es“
Papst Urban II. beim Aufruf zur ersten Militärexpedition in den Nahen Osten im Jahr 1095
http://www.kreuzzuege-info.de/diekreuzzuege.htm

Die Ausrottung der Katharer

Am 12. Juli 1210 starben hier einhundertachtzig Parfaits in den Flammen für den katharischen Glauben und die Unabhängigkeit Okzitaniens.
http://www.kreuzzuege-info.de/katharer1.htm
DER KREUZZUG BEGINNT
http://www.kreuzzuege-info.de/katharer2.htm
    Kreuzzüge gegen die Albingenser III

Der Historiker Michel Roquebert schildert den letzten Akt der Vernichtung der katharischen Kirche:

Hundert Bewaffnete haben die Burg zehn Monate lang gegen die Armee des heiligen Ludwig IX. gehalten. Anfang März 1244 haben sie sich ergeben. Die Inquisition, die sich bei den Soldaten des Königs befand, fragte wie üblich, ob unter den Parfaits jemand dabei sei, der abschwören wolle. Und wer nicht abschwören wolle, würde sofort dem Scheiterhaufen überantwortet. Nicht ein einziger hat abgeschworen. Sie verbrannten alle auf dem Scheiterhaufen. Es kommt noch besser. Zwanzig Personen, Ritter, Soldaten, Sergeanten, haben drei Tage vor der Verbrennung mit ihren Frauen das katharische Sakrament empfangen. Sie wussten, dass sie damit den Scheiterhaufen erleiden würden. So wurden zweihundertzehn katharische Gläubige verbrannt und die zwanzig, die freiwillig den anderen auf den Scheiterhaufen folgten.

http://www.kreuzzuege-info.de/finale.htm
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KreuzZüge

Der FeuerGott in den unHeiligen Büchern.

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Jeremia – Kapitel 43
Jeremia weissagt den Einfall Nebukadnezars

8 Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia zu Thachpanhes und sprach: 9 Nimm große Steine und verscharre sie im Ziegelofen, der vor der Tür am Hause Pharaos ist zu Thachpanhes, daß die Männer aus Juda zusehen; 10 und sprich zu ihnen: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will hinsenden und meinen Knecht Nebukadnezar, den König zu Babel, holen lassen und will seinen Stuhl oben auf diese Steine setzen, die ich verscharrt habe; und er soll sein Gezelt darüberschlagen. (Jeremia 25.9) 11 Und er soll kommen und Ägyptenland schlagen, und töten, wen es trifft, gefangen führen, wen es trifft, mit dem Schwert schlagen, wen es trifft. (Jeremia 15.2) 12 Und ich will die Häuser der Götter in Ägypten mit Feuer anstecken, daß er sie verbrenne und wegführe. Und er soll sich Ägyptenland anziehen, wie ein Hirt sein Kleid anzieht, und mit Frieden von dannen ziehen. (Jeremia 46.25) 13 Er soll die Bildsäulen zu Beth-Semes in Ägyptenland zerbrechen und die Götzentempel in Ägypten mit Feuer verbrennen.

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Der Holocaust der katholischen Kirche im Mittelalter

Die Katharer waren zusammen mit den geistesverwandten Bogumilen die größte Ketzerbewegung des Mittelalters. Die Kirche reagierte auf diese Bewegung nicht allein mit deren Ausrottung, sondern darüber hinaus mit der Einrichtung der perfekt durchorganisierten Inquisition.

http://kirchenopfer.de/dietaeter/die-ausrottung-der-katharer/index.html

https://bilddunggalerie.wordpress.com/2016/03/06/bischof-papst-und-nato-general-zur-arabischen-invasion/

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Über Reiner Dung

BildHauer - BildDung für das VOLK https://bildreservat.wordpress.com/ http://bilddung.wordpress.com/ https://bilddunggalerie.wordpress.com http://pleitegeier-pofinger.blogspot.de/ http://bild-dung.blogspot.com/
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