Leonard Cohen: Es herrscht Krieg zwischen Reich und Arm

Leonard Cohen, der Krieg, die Menschlichkeit und die Fahrräder auf dem Meeresgrund

TextAuszug :

Er nahm Kontakt auf mit dem Sänger Sholomo Semach, der damals bei der Luftwaffe diente, und bat ihn, irgendetwas zu finden, wo er sich nützlich machen konnte. Zusammen mit anderen stellten sie eine kleine Truppe von Unterhaltungskünstlern zusammen, die für die Soldaten in Raketenstellungen, Panzerstellplätzen und Lagern spielte. Die Konzerte waren „formlos und sehr intensiv“, die Künstler wurden einfach mit Taschenlampen beleuchtet. „ … für einen oder zwei Augenblicke“, notierte Cohen, „hält man sein Leben für sinnvoll. Und Krieg ist wundervoll.“ (2)**

Die Künstler überquerten den Suez-Kanal mit Hubschraubern und gaben ein Konzert auf dem Hangar eines Flughafens, der vorher in ägyptischer Hand gewesen war. Da war es dann jedoch nicht so sehr der herzliche Zuspruch der Soldaten, der Cohen berührte, sondern das Elend des Kriegs, den er gerade erst als „wunderbar“ bezeichnet hatte. Er konnte nicht länger an sich halten, er musste haltlos weinen, als er die verletzten Soldaten sah. Jemand tröstete ihn und bemerkte, dass es alles Ägypter wären. Cohen fühlte sich erleichtert.

Nicht lange.

Fast im selben Moment erschrak er über sich selbst. Was war da gerade mit ihm passiert? Wieso konnte sein starkes Mitgefühl einfach auf „Off“ geschaltet werden, als hätte er einen verborgenen Kippschalter? Hatte er mit dem Gefühl der Erleichterung nicht zugleich etwas grundlegend Menschliches verloren? Er war „tief verstört“ über die Erfahrung, die er da machen musste. Wie unzuverlässig waren doch die Gefühle – „I don’t trust my inner feelings. Inner feelings come and go“. Wie leicht konnte einem besonders empfindlichen Menschen wie ihm gerade das, was ihn auszeichnet – nämlich sein Mitgefühl für andere – abhanden kommen!

Er selber hatte die verbindende Menschlichkeit immer wieder beschworen! In ‚Passing Through’ heißt es, dass – egal ob Ami, Russe, Weißer oder Schwarzer – wir alle Menschen sind, das allein zählt, wir gehören zusammen, wir sind alle sterblich, „we’re all on one road and we’re only passing through“. Und nun das! Wie sollte er das verstehen?

War Menschlichkeit vielleicht gar nicht unser höchstes Gebot? Konnte eine Feindschaft, die womöglich nur vorübergehend war oder auf einem Missverständnis beruhte, die Menschlichkeit ausstechen und sich in der Rangfolge unserer Wertmaßstäbe unbemerkt auf die Pole-Position schmuggeln? Gehörte die hoch geschätzte und viel beschworene Menschlichkeit womöglich zu dem Ballast, den wir als erstes über Bord werfen, wenn es ernst wird? War „Mitleid“ nur ein Wort zum Sonntag?

Die Idee der Menschlichkeit ist es ja gerade, dass sie ALLE umfasst. Selbst wenn sich ein Mensch strafbar macht, wenn er sich versündigt hat, wenn er krank ist, wenn er sich irrt, wenn er als Feind, als Gegner, als Konkurrent, als Widersacher angesehen wird, so verliert er damit nicht seine Aufenthaltsberechtigung in den Vereinigten Staaten der Menschlichkeit und er hat nicht nur ein Anrecht darauf – gerade in seiner Schwäche –, menschlich behandelt zu werden, es ist schlicht eine Selbstverständlichkeit.

Schön wär’s.

Den ganzen Artikel von Bernhard Lassahn lesen:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/leonard_cohen_der_krieg_die_menschlichkeit_und_die_fahrraeder_auf_dem_meere


Leonard Cohen – There Is A War (live 1985)

messalina79

LiedText: Es herrscht Krieg
http://www.boelters.de/LC/There_Is_A_War.html

Leonard cohen – the future. Jools Holland

MrGhoti

😦
LiedText: Die Zukunft
http://www.boelters.de/LC/The_Future.html

😦
Strafanzeige wegen mutmaßlicher Vorbereitung eines Terroranschlages
bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen am
26.06.2011 in Berlin

Obwohl diese Hinweise in mehreren Hollywood-Filmen, in amerikanischen TVSerien,
im Leonard Cohens Song “First we take Manhattan – Then we take Berlin”
http://www.dominik-storr.de/00-downloads/Strafanzeige-wegen-geplanten-Terroranschlags-am-26.6.2011-in-Berlin-23.06.2011.pdf
😦
Indizien für Staatsterror am 26.6.2011:“Zuerst nehmen wir Manhatten, dann nehmen wir Berlin“

Leonard Cohen ist Freimaurer (wie die meisten Popstars) und Insider. Er erwähnt manchmal seine Freimaurer-Zugehörigkeit in interviews.
http://die-rote-pille.blogspot.de/2011/06/indizien-fur-ein-staatsterror-am.html
😦
Zuerst nehmen wir Manhattan
Leonard Cohen

Deutsche Übersetzung © 2001 by Volker Pöhls
1) Sie haben mich zu 20 Jahren Langeweile verurteilt,
weil ich versucht habe, das System von innen heraus zu verändern.
Jetzt komme ich, ich komme, um sie zu belohnen.
Zuerst nehmen wir Manhattan, dann nehmen wir Berlin

2) Ich werde gelenkt durch ein Zeichen im Himmel
ich werde geführt durch dieses Muttermal auf meiner Haut
ich werde geführt durch die Schönheit unserer Waffen
Zuerst nehmen wir Manhattan, dann nehmen wir Berlin

3) Ich würde wirklich gerne mit dir leben, Schatz
ich liebe deinen Körper, deinen Geist und deine Kleider
Aber siehst du da die Schlange, die sich durch den Bahnhof bewegt?
Ich habs dir doch gesagt, ich war einer von denen.

4) Ah, du hast mich als Verlierer geliebt,
aber jetzt sorgst du dich, dass ich vielleicht gewinnen könnte
du weißt, wie du mich aufhalten könntest,
aber du hast nicht die Disziplin dazu.
Wie viele Nächte habe ich dafür gebetet, man möge mich mit meiner Arbeit beginnen lassen
Zuerst nehmen wir Manhattan, dann nehmen wir Berlin

Den ganzen Text lesen:
http://mrinfokrieg.blogspot.de/2011/05/erst-mahattan-jetzt-berlin-update.html

🙂

Das Buch der Sehnsüchte entstand größtenteils während eines fünfjährigen Aufenthalts von Leonard Cohen in einem zen-buddhistischen Kloster auf dem Mount Baldy im Süden Kaliforniens. Dort wurde er 1996 unter dem ironischen Namen Jikan – der Stille – zum Mönch ernannt. Die erstmals auf Deutsch veröffentlichte Sammlung von Gedichten, Epigrammen, Zen-Sprüchen, Songs und Essays wird ergänzt durch Zeichnungen und handschriftliche Texte eines der größten Singer/ Songwriter der Gegenwart. Ein poetisches Werk von höchstem Rang. Leonard Cohens erstes neues Buch seit 20 Jahren ist ein Gesamtkunstwerk: Gedichte und Zeichnungen des bekennenden Zen-Mönchs und berühmten Bohemiens. Cohens Lyrik ist subversiv und träumerisch, lakonisch und radikal. Ein Buch über Männer und Frauen, Meditation und Zigaretten, Lieben und Sterben, über Sehnsüchte und das Selbst.

https://www.perlentaucher.de/buch/leonard-cohen/buch-der-sehnsuechte.html

Über Reiner Dung

BildHauer - BildDung für das VOLK https://bildreservat.wordpress.com/ http://bilddung.wordpress.com/ https://bilddunggalerie.wordpress.com http://pleitegeier-pofinger.blogspot.de/ http://bild-dung.blogspot.com/
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